Wissenschaftliche Matcha Studien

Insgesamt existieren mehr als 2000 Matcha Studien und Untersuchungen rund um den grünen Tee. Viele von ihnen wurden in den 1970er-Jahren in Japan durchgeführt, aber auch danach gab es vielfältige Untersuchungen in Europa, den USA und weiteren Ländern. Die Teepflanze gilt nicht nur als eine der ältesten, sondern auch als eine der am besten untersuchten Heilpflanzen. Da Matcha sehr ähnlich wie Grüner Tee hergestellt wird und somit die Inhaltsstoffe des Grünen Tees nur in konzentrierter Form enthält, können die Ergebnisse der Studien auch auf Matcha übertragen werden. Ein paar ausgewählte Studien stellen wir im Folgenden kurz vor.

Studien über Catechine

Catechine sind Bitterstoffe, die im grünen Tee in großen Mengen vorhanden sind. Aufgrund ihrer antioxidativen Wirkung gehören sie zu den Antioxidantien. Das bekannteste und auch mit den höchsten Gehalten in Matcha vertretene Catechin ist das Epigallocatechin-Gallat (EGCG).

Es gibt zahlreiche Studien, die sich mit den Catechinen im Grünen Tee beschäftigen. In einer Studie des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) fanden die Forscher heraus, dass die Substanz EGCG in Matcha Tee offenbar den Prozess der Plaquebildung bei Parkinson und Alzheimer umkehren kann. Statt der giftigen Eiweißablagerungen bilden sich durch EGCG ungiftige und damit für die Nervenzellen harmlose, kugelige Eiweißaggregate (Studie Vorbeugung von Alzheimer und Parkinson durch EGCG).

In einer weiteren klinischen Einzelfallstudie wurde festgestellt, dass durch EGCG auch Eiweißablagerungen an den Herzwänden vermindert oder gar aufgelöst werden können (Einzellfallbericht zur Verminderung von Eiweißablagerungen an Herzwänden). Aufgrund dieser vielversprechenden Forschungsergebnisse untersucht die Universität Heidelberg die Wirkung von Grünem Tee bei der Behandlung von Amyloidose, der Bildung von Eiweißablagerungen in Organen, in einer groß angelegten klinischen Studie (Studie zur Behandlung von Amyloidose mit Grünem Tee).

Weitere Beobachtungen und Untersuchungen geben erste Hinweise darauf, dass hoch konzentrierte Inhaltsstoffe von Grünem Tee und somit auch von Matcha Tee, besonders EGCG und Polyphenole, eine krebshemmende Wirkung aufweisen könnten:

Studien über Matcha speziell zu EGCG

Weitere Studien zur Wirkung von Grünem Tee

Über 12 Jahre hinweg wurden in der sogenannten Ohsaki-Studie über 40.000 Menschen in Japan beobachtet, die täglich mindestens fünf Tassen Grüntee tranken. Dabei konnte die Sterberate aufgrund von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems erheblich gesenkt werden. Die Forscher machten für diesen Effekt die Polyphenole im Grünen Tee verantwortlich (Ohsaki-Studie).

Eine US-Studie aus dem Jahre 2010 legt nahe, dass Matcha Tee in der Lage sein kann, eine rheumatoide Arthritis aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen (Studie zur Wirkung von Grüntee-Extrakt auf Arthritis).

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